| Landkreis und Region erwarten deutliche
Verkehrsverbesserung
Lauf (LRA) – Die Wirtschaftsregion Nürnberg
ist seit April 2005 in den Kreis der europäischen
Metropolregionen aufgenommen worden. Die Landkreise
und Städte in Mittelfranken erwarten sich deutliche
Maßnahmen und Zuschüsse in den kommenden
Jahren insbesondere in der Infrastruktur. Im Rahmen
eines Fachtages der IHK Mittelfranken wurde nun ein
12 – Punkte – Programm Verkehr vorgestellt,
welches laut stv. Landrat und Bezirksrat Norbert Dünkel
auch für den Landkreis Nürnberger Land und
seine Bevölkerung große Chancen und neue
Aussichten eröffnen soll.
So wird für die Autobahn A6 aufgrund der hohen
Verkehrsdichte Richtung Ansbach und bis Heilbronn zunächst
der Streckenabschnitt Schwabach/Nürnberg Süd
mit einem Kostenvolumen von 152 Mio Euro sechsspurig
ausgebaut. Für die Verbindung Nürnberg Süd/Nürnberg
Ost wird Mitte 2007 das Planfeststellungsverfahren für
75 Mio Euro eingeleitet. Auf dem Streckenabschnitt nach
Prag wird der Lückenschluss von Amberg –
Ost bis zum Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald für
168 Mio Euro bis zum Herbst 2008 fertig gestellt. Die
Strecke vom Autobahnkreuz Nürnberg Ost bis Altdorf
ist als weiterer Bedarf anerkannt. Die Autobahn A 3
nach Würzburg wurde Ende 2006 durch Erneuerung
der Regnitzbrücke am Autobahnkreuz Erlangen / Fürth
für eine Verbreiterung auf ebenfalls sechs Spuren
vorbereitet. Pendler, Berufskraftfahrer und Urlaubsreisende
können sich somit auf mittelfristig deutliche Entspannungen
im Großraum Nürnberg freuen. Nach Aussage
von Ministerialdirigend Claus-Dieter Stolle vom Bundesverkehrsministerium
fließen heuer erstmals eine Milliarde Euro an
Mittelzuweisungen aus dem Bundeshaushalt in den Freistaat
Bayern. Stolle bescheinigte Staatssekretär Georg
Schmid aus dem Bayerischen Innenministerium mit der
Bayerischen Strassenbauverwaltung die straffste und
effektivste Behörde unter allen deutschen Bundesländern.
Im Bereich der Bahn wird der Landkreis besonders vom
Ausbau des S- Bahn – Netzes profitieren. Laut
Ministerialdirigent Dieter Wellner vom Bayerischen Wirtschaftsministerium
arbeitet der Freistaat trotz Kostensteigerungen mit
Nachdruck an der Verwirklichung der Maßnahme und
auch unter Einhaltung des Zeitplans. Mit einem 20 –
Minuten – Takt von Nürnberg über Feucht
nach Neumarkt, mit einem 20 – Minuten –
Takt von Nürnberg über Lauf nach Hersbruck,
sowie in einem 60 – Minuten –Takt von Hersbruck
über Pommelsbrunn nach Hartmannshof wird das Nürnberger
Land, so stv. Landrat Norbert Dünkel, eine hervorragende
Verbesserung der Schienenversorgung erhalten. Die Inbetriebnahme
soll zum Fahrplanwechsel 2010 erfolgen. Nach Darstellung
durch die IHK schafft der S-Bahn-Ausbau in der Metropolregion
ein Verlagerungspotenzial von mehr als 16000 Menschen
pro Tag auf die Schiene und damit eine wertvolle Alternative
zur Benutzung der in weiten Teilen stark überlasteten
Strassen.
IHK Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Riesterer
verhehlt allerdings nicht, dass insbesondere im Engagement
des Bundes für die Ostanbindung der Schiene nach
Dresden sowie die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke über
Bamberg nach Erfurt noch Defizite gesehen werden. Dennoch
soll bis zum Jahr 2013 der Ausbau fertig gestellt sein
und die Reisezeit ab Nürnberg nach Erfurt auf nurmehr
60 Minuten verkürzt werden. Im Kritikkatalog der
IHK befindet sich ebenfalls die schlechte Ausstattung
der Züge auf der Strecke Nürnberg –
Marktredwitz, welche bei den Fahrgästen zu Akzeptanzproblemen
und rückläufigen Fahrgastzahlen führt.
Lichtblick dagegen für die Anbindung des Flughafens
Nürnberg. Als zentrales und persönliches Anliegen
von Staatsminister Dr. Beckstein wird der Airport spätestens
2009 eine direkte Anbindung an die Autobahn A3 erfahren
und der Bau bis spätestens 2012 fertig gestellt
sein.
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