Zusätzliche Geldmittel für
die Sportvereine CSU-Kreistagsfraktion
und BLSV-Kreisvorstandschaft im Gespräch –
Norbert Dünkel: „Wollen Politik machen, die
sich auf die Praxis stützt und nicht vom grünen
Tisch verordnet wird“ Lauf (csu)
– In freundschaftlicher Atmosphäre haben
sich die CSU-Kreistagsfraktion und die Kreisvorstandschaft
des Landes-Sportverbands (BLSV) über die Situation
und aktuelle Anliegen der Sportvereine im Landkreis
Nürnberger Land ausgetauscht. Stellvertretender
Landrat Norbert Dünkel formulierte bei der Zusammenkunft
im Sportheim des TSV Lauf darüber hinaus das Angebot
der Kommunalpolitik an die Sportvereine, Wünsche
und Erwartungen an die künftige Kreispolitik vorzutragen.
BLSV-Kreisvorsitzender Gustav Ruthemeyer und BLSV-Bezirkschef
Hans Reißer äußerten zunächst
vor dem 40-köpfigen Gremium aus Sportvertretern
und Kreistagsmitgliedern ihre besondere Freude, dass
politische Verantwortungsträger in dieser Form
Interesse am sportlichen Ehrenamt und an der Entwicklung
der Landkreisvereine zeigen.
Die Mitglieder der CSU-Kreistagsfraktion mit MdL Kurt
Eckstein und einer Vielzahl von Bürgermeistern,
darunter Konrad Rupprecht als Vorsitzender des Gemeindetages
im Nürnberger Land und Rüdiger Pompl als 1.
Bürgermeister der Kreisstadt Lauf, bekundeten den
festen Willen, unter den veränderten wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen für den Betrieb von Sportanlagen
die Möglichkeiten einer Kooperation zum Wohle und
Nutzen der Sportvereine auszuloten.
Norbert Dünkel unterstrich den regelmäßigen
Kontakt der CSU-Fraktion zu Vereinen und Verbänden
mit dem Ziel, Politik am Bedarf zu gestalten.
Ein intensiver Kontakt zwischen Sport und Politik sei
wichtig und förderlich für beide Seiten und
habe sich beispielsweise bei den Sporthallengebühren
auch bewährt. Norbert Dünkel: „Wir wollen
eine Politik machen, die sich auf die Praxis stützt
und nicht vom grünen Tisch verordnet wird“.
Energiekosten belasten die Vereine
Laut Vortrag der Sportverbände brennen den Vereinen
zwei Probleme besonders auf den Nägeln: neben der
langen Wartezeit auf Zuschüsse beim Sportstättenbau
sind die Energiekosten zu einem nicht mehr zu schulternden
Kostenfaktor geworden.
Die im BLSV organisierten 125 Sportvereine im Landkreis
Nürnberger Land wurden im vergangenen Jahr zwar
mit knapp 104.000 Euro aus dem Kreishaushalt unterstützt.
Eine zusätzliche Hilfe in Form eines Energiekostenzuschusses
zu den Betriebskosten bei Sporthallen und Sportheimen
wäre für den Fortbestand vieler Vereine allerdings
von großer Wichtigkeit. Gustav Ruthemeyer bat
um Entgegenkommen bei der Frage, ob und wie den Sportvereinen
seitens des Landkreises weitergehend unter die Arme
gegriffen werden kann.
BLSV-Bezirksvorsitzender Hans Reißer erinnerte
an die Sportförderung als kommunale Aufgabe, bei
der man im Nürnberger Land im Vergleich zu anderen
Kreisen jedoch sehr gut gestellt sei.
Für den BLSV-Bezirks-Chef sind die Kommunen wichtige
Partner der Vereine. Als Vorbild in jeder Hinsicht steht
für Reißer die Kreisstadt Lauf. Für
Bürgermeister und stellvertretenden CSU-Kreisfraktionsvorsitzenden
Rüdiger Pompl: „Die Vereinsarbeit ist kein
Selbstzweck, sondern Grundlage für eine sportliche
Betätigung unserer Bevölkerung“, ist
dies eine Geisteshaltung und Sache der Einstellung.
Allerdings ist eine Diskrepanz zwischen Kommunen, die
eine gute Sportförderung betreiben und solchen,
die dies eher zurückhaltend betrachten, nicht von
der Hand zu weisen. Innerhalb der Gesprächsrunde
kristallisierte sich daher die Überzeugung heraus,
dass eine Förderung durch den Landkreis wirkungsvoller
und gerechter sei, weil diese allen Vereinen in gleichem
Maße zugute kommen würde.
MdL Kurt Eckstein sichert Unterstützung
zu
Ein Problem, bei dem Aussicht auf Abhilfe besteht, ist
der Antragstau von derzeit sechs Jahren bei Baumaßnahmen,
die mit einer Zwischenfinanzierung überbrückt
werden müssen. Norbert Dünkel forderte zuverlässige
Abhilfe.
Landtagsabgeordneter Kurt Eckstein versicherte seine
volle Unterstützung bei der Umsetzung: Mit der
Aufhebung einer aktuellen Haushaltssperre durch die
Staatsregierung werden in einem ersten Schritt quasi
als Sofortmaßnahme noch im Jahr 2007 insgesamt
100 Millionen Euro für Investitionen in kommunalen
Bereichen freigegeben. Eine Million davon wird dem Sportstättenbau
zusätzlich zu Gute kommen. Für das Haushaltsjahr
2008 erwartet Kurt Eckstein eine nochmalige Steigerung
der Zuschüsse.
In Bezug auf die Energiekosten für Sporthallen
sollen die Sportvereine nun zunächst eine Bestandsanalyse
erarbeiten. Auf Vorschlag von Altdorfs Bürgermeister
Erich Odörfer sollen neben den Hallenflächen
auch die Kosten für Sportplätze bewertet werden.
Foto:
Norbert Dünkel und MdL Kurt Eckstein (1. Reihe,
3. und 4. v. li.) informierten sich zusammen mit der
CSU-Kreistagsfraktion bei einem Gespräch mit der
BLSV-Kreisvorstandschaft und Bezirksvorsitzenden Hans
Reißer (links) über die Situation und aktuelle
Anliegen der Sportvereine im Nürnberger Land
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