Blick hinter die Kulissen des THW
CSU-Kreistagsfraktion informierte sich beim THW, wo „der Schuh drückt“ – Vielseitige Einsatzmöglichkeiten beeindruckten

Lauf (csu) – Wenn es auf den Autobahnen rund um Nürnberg wieder einmal gekracht hat, sind die ehrenamtlichen Helfer des THW Nürnberger Land in aller Regel mit als Erste vor Ort, um die Folgen zu beseitigen. Darüber hinaus sind die Männer und Frauen des THW neben den Freiwilligen Feuerwehren bei Unwetterschäden und sonstigen Hilfseinsätzen oftmals ebenfalls gefragt. Für stellvertretenden Landrat Norbert Dünkel war es als aktiver Feuerwehrmann deshalb in erster Linie auch ein persönliches Anliegen, sich zusammen mit der CSU-Kreistagsfraktion bei einem der wichtigen Rettungsverbände des Landkreises aus erster Hand zu informieren, „wo der Schuh drückt“.

Dass das THW neben den Freiwilligen Feuerwehren von immenser Bedeutung ist, hat sich erst vor knapp zwei Monaten bei der Unwetterkatastrophe in den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim gezeigt. Bei ihrem Einsatz in der schwer vom Hochwasser betroffenen Stadt Baiersdorf konnte das THW Lauf einmal mehr seine hohe Qualifizierung unter Beweis stellen.
Der Einsatzbereich des THW Lauf umfasst darüber hinaus Personenrettung, Bergung von Sachgütern nach Verkehrsunfällen, Ausleuchtung von Unfall- und Einsatzstellen, Gefahrgutbeseitigung, Bekämpfung von Öl- und Sturmschäden, die Suche nach Vermissten sowie Hilfs- und Sicherungsdienste für die Polizei.
Auch überregional ist das THW Lauf aufgrund seiner Ausstattung und personellen Leistungsfähigkeit immer wieder als willkommener Helfer gefragt. So waren knapp 60 Mitglieder des Ortsverbandes im Februar vergangenen Jahres bei der Schneekatastrophe in Ostbayern eingesetzt und auch beim Besuch von Papst Benedikt XVI in Regensburg war das THW Lauf mit vielfältigen Aufgaben betraut, um bei der Abschlussmesse die sichere An- und Abreise der rund 250.000 Besucher zu gewährleisten.
Der Vorstellung des Fuhrparks und Erläuterungen zur Ausstattung und den Einsatzmöglichkeiten von Lichtgiraffe, Atemschutzausrüstung und Betonsäge schloss sich ein Durchgang durch die Atemschutzanlage an. Diese wurde von den Mitgliedern des THW komplett in Eigenleistung erstellt. 29.000 Arbeitsstunden sind dafür angefallen.
Die 1999 eingeweihte Strecke steht auch den Feuerwehren im Landkreis zur Verfügung und dient als willkommene Entlastung für deren Übungsstrecke in Feucht.
Bei der Kooperation zwischen Freiwilligen Feuerwehren und dem THW unter den neuen Alarmierungsgrundsätzen – künftig wird der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren im Nürnberger Land über das sich im Aufbau befindliche integrierte Leitsystem (ILS) zentral von Nürnberg aus gesteuert – sieht Kreisbrandrat Bernd Pawelke auch in Zukunft eine ergänzende Zusammenarbeit für notwendig und auch gewährleistet: „Alle Verantwortungsträger sind bemüht, kein Konkurrenzdenken aufkommen zu lassen, sondern versuchen, ihre Hilfsmöglichkeiten und Leistungen möglichst speziell einzusetzen“.
Norbert Dünkel zeigte sich beim Informationsgespräch mit dem stellvertretenden Ortsbeauftragten Marcus Sperber und weiteren Vertretern des THW überzeugt, dass auch in Zukunft zwischen Feuerwehren und THW eine Kooperation stattfindet, um bei Einsätzen eine rasche und effektive Hilfeleistung zu gewährleisten, „ohne dass sich eine der beiden Hilfsorganisationen zurückgesetzt fühlen muss“.
Wie wichtig dies zusammen mit einer nützlichen Ergänzung der technischen Ausrüstungen ist, hat der jüngste Hochwassereinsatz in Baiersdorf gezeigt. Die dort geleistete Arbeit, zog Marcus Sperber nach Abschluss des Einsatzes zufrieden Bilanz, könne als Musterbeispiel für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und dem THW dienen.
Bei einem anschließenden kleinen Imbiss bekräftigte Norbert Dünkel, dass die CSU-Fraktion im Kreistag den Rettungsdiensten einen hohen Stellenwert beimisst und diese auch in Zukunft nach Kräften die notwendige finanzielle Unterstützung zukommen lassen werde.



Norbert Dünkel mit Ehefrau Ellen (1. Reihe, 2. und 3. v. li.) und die Mitglieder der CSU-Kreistagsfraktion zeigten sich bei einer Besichtigung des THW Lauf von dessen Ausstattung und Leistungsfähigkeit beeindruckt
Foto: M. Keilholz

 


 

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