| CSU-Fraktion und Kirche im Gespräch
Konstruktive Gespräche zum
Wohle der Menschen in unserem Landkreis:
die Dekane der evangelischen und katholischen Dekanatsbezirke
mit Caritas und Diakonie bei der CSU-Kreistagsfraktion
mit stv. Landrat Norbert Dünkel Lauf-
In freundschaftlicher und konstruktiver Atmosphäre
trafen sich Vertreter der CSU-Kreistagsfraktion mit
stv. Landrat Norbert Dünkel und Vertretungen von
Kirchen und christlichen Wohlfahrtsverbänden zum
gemeinsamen Gespräch im Haus Edith Stein in Röthenbach.
Caritas-Vorsitzende Angela Henke und die Dekane Dr.
Werner Thiessen und Wolfgang Angerer stellten voran,
dass das Gespräch mit der Politik ein wichtiges
Signal für eine gute soziale Entwicklung im Landkreis
darstellt. Stellvertretender Landrat und Fraktionssprecher
Norbert Dünkel betonte, der CSU sei es besonders
wichtig, gerade vor den anstehenden Wahlen mit konkreten
Aussagen Stellung zu beziehen und die Anregungen und
Wünsche der Kirche in die künftigen Entscheidungen
aufzunehmen. Die CSU-Kreistagsfraktion setze somit auch
die Reihe ihrer Gespräche vor Ort mit Verbänden
der Wirtschaft, Landwirtschaft, Jugendhilfe, des Sports
und der Rettungsdienste fort.
Diakon Herbert Lang äußerte eingangs die
Sorge für das Diakonische Werk, dass in den vergangenen
Monaten eine deutlich höhere Anzahl bedürftiger
Menschen in den Diakoniestationen nach Unterstützung
anfragen. Auch Caritas-Geschäftsführer Michael
Gross schilderte eine sorgenvolle Zunahme der so genannten
„Stiftungsanträge“ für Menschen,
deren Einkünfte aus den HARTZ-IV Leistungen nicht
ausreichen, um die Grundlagen des Lebensunterhalts finanzieren
zu können. Immer mehr Menschen nehmen Hilfe über
den Gebrauchtwarenmarkt CARISMA oder Versorgungsleistungen
über die Einrichtungen der TAFEL in Anspruch. Die
CSU-Fraktion nahm den Vorschlag auf, in einem Brief
an den Bundessozialminister Olaf Scholz eine Anhebung
der Regelsätze für Bedürftige anzuregen.
Gleichzeitig sollten im Jahre 2008 die Mietobergrenzen
im Landkreis durch den Kreistag einer Überprüfung
unterzogen werden.
Ein zweiter Schwerpunkt der Gesprächsrunde galt
der Entwicklung von Familien im Nürnberger Land.
Grundsätzlich fühlen sich nach Auffassung
der Sozialverbände die Familien wohl im Landkreis.
Durch die Veränderung von Strukturen, berufliche
Trennung von der Familie, Ehescheidungen oder Ein-Kind-Familie
ergeben sich neue Herausforderungen an Bevölkerung,
Kirche und Politik. Überprüfung von Kindergartengebühren
für Einkommensschwache oder Alleinerziehende, Nachmittagsbetreuung,
Ausbildungsinitiativen und mobile Dienste in Kindergärten
zeigten ein breites Diskussionsspektrum auf. Einige
Themen sind bereits gut geregelt, andere sollen über
den Gemeindetag aber auch durch landesgesetzliche Regelungen
verstärkt aufgegriffen werden. Pfarrer Friedrich
Baader vom Dekanat Altdorf und Dekan Alfred Börschlein
unterstrichen, dass der Landkreis mit erkennbarer Unterstützung
der Politik auf dem richtigen Weg ist. Durch das neue
Kindertagesstätten-Gesetz seien allerdings Probleme
aufgetreten, die sich auf die Platzwahl im Kindergarten
ebenso auswirken wie auf das Betriebsergebnis einer
Einrichtung. Die CSU-Fraktion möchte deshalb beim
Besuch von Sozialministerin Christa Stewens im Landkreis
eine entsprechende Zwischenbilanz zum neuen Gesetz formulieren.
Abschließend beurteilte Pfarrer Baader die ambulante
Pflege als wichtige und unverzichtbare Begleitung für
Menschen im Alter. Norbert Dünkel versicherte die
Bereitschaft der Politik, auch zukünftig die erforderlichen
Fördergelder im Kreishaushalt einzustellen. Die
CSU-Fraktion sei verlässlicher Partner für
Menschen mit Hilfebedarf. Für das Jahr 2008 hat
der Kreisausschuss am gleichen Tage bereits einen entsprechenden
Beschluss gefasst. Gelder vom Landkreis soll es außerdem
als Starthilfe für das neue Mehrgenerationen-Haus
unter der Trägerschaft der Caritas in Röthenbach
geben, sowie die Weiterbewilligung der Zuschüsse
für die sozialen Wohlfahrtsverbände, durch
welche insbesondere die Sozialstationen mit finanziert
werden. Im abschließenden Dank für den konstruktiven
Gesprächsverlauf äußerten Angela Henke
und Dekan Angerer den Vorschlag, jährlich einmal
zur Beurteilung der aktuellen sozialen Entwicklung im
Landkreis zusammen zu kommen. Eine Bitte, welcher die
Fraktionsvertreter gerne entsprachen.
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